hoffen & wünschen

Mensch sein wie einst

Geschrieben von Siegfried Walden am 30. August 2010
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Lächelnder alter Mann (c) KNA / Oppitz

 

Mein Leben ist wie einst nicht mehr,
es drückt die Zeit mich hier und dort,
doch unterschätzt mich nicht zu sehr,
ich lebe, kämpfe, bin vor Ort.

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Alte Dame mit Laptop (c) KNA - OppitzDas gefühlte Alter liegt heute meist zehn Jahre unter dem des tatsächlichen Lebensalters. Bin ich also 52 oder erst 42? Die Werbung suggeriert mir letzteres. Aber ab wann bin ich alt? Welches Bild habe ich von mir, haben andere von mir? Welche Zuschreibungen sind damit verbunden? In den letzten Jahren hatte ich Gelegenheit bestehende Altersbilder zu beschreiben, zu diskutieren und für realistische Altersbilder zu werben. Eine spannende Aufgabe, denn der Blick aufs Alter bestimmt nicht nur unser eigenes Leben. Weiterlesen »

Zwei ältere Frauen unterhalten sich (c) KNA OppitzAufgrund der demographischen Entwicklung wird künftig – trotz der Prinzips „ambulant vor stationär“ – die Bedeutung der stationären Pflege älterer Menschen weiter zunehmen. In der öffentlichen Diskussion über Pflegeheime liegt das Augenmerk vor allem auf der Qualität der Pflege. Beste Beispiele sind die in den Medien thematisierten Pflegeskandale und der aktuelle Streit um die Transparenzberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK). Die Lebensqualität eines Heimes fällt jedoch oft unter den Tisch. Abhilfe schafft hier eine Internetseite. Weiterlesen »

gestalten & handeln

Ich bin noch lange nicht am Ende!

Geschrieben von Hans-Georg Muntowski am 26. Juli 2010
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Mit zwölf wollte ich Fußballer werden, mit 14 habe ich eine Lehre zum Schriftsetzer begonnen, danach ging’s vier Jahre auf die Handelsschule. Während meiner Ausbildung zum Industriekaufmann erkrankte ich schwer. Seitdem habe ich in verschiedenen Werkstätten für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Vor acht Jahren wurde ich pensioniert. Endlich lange schlafen und den ganzen Tag spazieren gehen – so denken viele. Gott sei Dank kam alles anders. Weiterlesen »

staunen & schätzen

Omis Bauch ist voller Liebe

Geschrieben von Marc Boos am 19. Juli 2010
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Ugos Kinderbild mit OmaIch finde an meiner Omi das Beste, dass sie mich immer so verwöhnt. Sie backt mir immer Pfannenkuchen. Das ist mein Leibgericht. Manchmal wenn wir Fußball spielen, dann fliegen ihr die Hausschuhe weg. Ich finde meine Omi so nett, weil sie so dick ist und ihr Bauch voller Liebe steckt. Weiterlesen »

Im Altenheim geht es um das Leben des Bewohners oder der Bewohnerin. In den banalen Dingen des täglichen Lebens zeigt sich, ob sein individuelles Leben geachtet wird, ob Mitarbeiter sich von Gottes Zusage für den Menschen leiten lassen, ob Gott vorkommt. Entscheidend sind die Strukturen, die Organisation der Arbeitsabläufe, das Leitbild, die Vision und die Konzeption. In der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung heißt das: „Bewohner bleiben trotz ihrer Gebrechlichkeit, ihrer Verwirrtheit und Pflegebedürftigkeit Subjekt, Träger eines selbstbestimmten unabhängigen Lebens. Sie sind als Bewohner Herr ihres Lebens.“ Weiterlesen »

pflegen & begleiten

Gegen das Imageproblem der Altenpflege

Geschrieben von Björn Krause am 12. Juli 2010
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Altenpfleger und alte Dame (c) KNA / OppitzWarum gerade Altenpflege? Das haben mich Freunde und Bekannte schon häufiger gefragt. Wenn ich mich mit ihnen über meinem Berufsalltag unterhalte, habe ich oft das Gefühl, mich für meine Entscheidung rechtfertigen zu müssen. Fragen, die nur gestellt werden, um Bestätigung für das eigene negative Bild der Altenpflege zu bekommen, weiß ich mittlerweile gekonnt zu umschiffen. Viele würden ihr Bild der Pflege revidieren, wenn sie sich ernsthaft interessieren und ein eigenes Bild machen würden. Weiterlesen »

Alter Mann mit leerem Blick (c) DCV / KNAAls Altenpflegerin bin ich eine von den Festlandbewohnerinnen, die einen feinen alten Herrn auf der Insel seiner Demenz besuchen. Dieser Herr, sage ich immer stolz über meine Erkenntnis und meinen Fortschritt, bringt mir Geduld bei. Wie ein Zen-Meister. Nicht indem er Übungen mit mir macht, sondern indem er einfach so ist, wie er ist. Wenn ich zu ihm komme, geschieht das nicht absichtslos, ich habe was mit ihm vor: ich will ihn pflegen. Er liegt im Bett, er schaut. Ernst, denke ich, aber nicht grimmig. Ich weiß nicht, ob er aufs Festland rüberguckt oder übers Meer. Ich weiß nicht, ob er inselinterne Überlegungen anstellt. Weiterlesen »

Alter Mann blickt auf Computerbildschirm (c) Fotolia - flashgunEs begann mit 58! Genauer gesagt in dem Lebensjahr, in dem ich das Glück oder Unglück hatte, vorzeitig in den Ruhestand gehen zu dürfen. Ganz aus dem Arbeitsleben aussteigen wollte ich allerdings nicht. Mein Ziel: Kenntnisse und Wissen in meinem Spezialfach Qualitätsmanagement in der Informatik an Jüngere weitergeben. Bei diesem Thema ist der Kontakt zu jungen Menschen quasi garantiert, denn Computer und deren Anwendungen sind nun mal nicht die Domäne der Generation 60plus. Bald konnte ich meine Ziele realisieren. Weiterlesen »

„Bis dass ihr sterbt“, waren meine Worte, als ich in einem sonntäglichen Telefonat mit meiner Mutter über ihr Befinden sprach, sie sich kläglicher anhörte als gewohnt und ich mich sagen hörte: „Macht euch mal keine Sorgen, ich komme und versorge euch.“ Was für ein Satz für jemand, der damals am anderen Ende der Welt lebte. Der Liebe wegen war ich in die USA ausgewandert. Am 5. September 1998 fand ich mich mit Sack und Pack im Eingangsflur meines Elternhauses in Werther in Westfalen wieder. Für die nächsten sechs Jahre sollte mein Leben eine ganz besondere Nuance erhalten. Weiterlesen »