Marc Boos
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Alle Artikel aus der Kategorie ‘gestalten & handeln’



gestalten & handeln

Nicht liegenbeiben, aufstehen!

Geschrieben von Marc Boos am 10. Juni 2011
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Es dürfte die einzige Ausstellung dieser Art sein: das Portrait-Projekt „Respekt“ der Katholischen Kirche im Landkreis Cloppenburg. Große Poster von 40 Senioren im Alter zwischen 75 und 101 hängen in den Schaufenstern der Innenstadt. Hildegard Langenfeld zum Beispiel. „Vieles, was damals schlimm und schrecklich war, hatte rückblickend sogar einen Sinn“, sagt die 91-Jährige.

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„Expertin für Sonntagsbraten sucht Zuhörer.“ Mit diesem Spruch warb die Caritas im Jahr 2010 bundesweit für spannende Begegnungen von jungen und alten Menschen. Die Caritas Regensburg nahm den Aufruf wörtlich und hörte den Bewohnern ihrer Alten- und Pflegeheime zu. So hoben die Verantwortlichen kulinarische Schätze und veröffentlichen nun ein Kochbuch mit alten, zum Teil über Generationen hinweg überlieferten Kochrezepten. (weiterlesen…)

Vor wenigen Tagen erreichte mich eine rätselhafte Mail: „Hallo Onkel Wilhelm, du Lebenserfahrener. Was mach ich damit, dass es hilft? Bin noch nicht fertig, fehlen ja noch 20 Jahre. Ich möchte, dass Menschen daran gewinnen. Liebe Grüße Andreas“ Die Frage schien dringend. Ich schrieb meine Antwort ohne weitere Rückfrage: “Lieber Andreas, wenn Du das Leben meinst, kann ich Dir raten. Es ist ganz einfach, Du musst es nur tun. (weiterlesen…)

Mit Ausnahme von Fronleichnamsprozessionen bin ich noch nie auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren. Das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat das geändert. Zuerst waren es laut Zeitung nur die Alten, „die sich dem Fortschritt in den Weg stellen wollten“. Dann kamen Tausende aus allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten, aus Stadt und Land nach Stuttgart. Sie protestierten, weil sie bei diesem Riesenprojekt nicht nur nicht gehört, sondern abgemeiert wurden. Der Protest war wichtig für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft – und die Alten haben einen wichtigen Beitrag geleistet. (weiterlesen…)

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Demenz – die neue Herausforderung

Geschrieben von Helga Rohra am 22. November 2010
Schlagworte:  | 5 Kommentare

Vor vier Jahren habe ich die Diagnose Demenz erhalten. Mit 53 Jahren, mitten im Leben. Am Anfang fiel ich in ein tiefes Loch. Was bedeutete das für mich als studierte Dolmetscherin, die freiberuflich in den Bereichen Medizin und Naturwissenschaften arbeitet? Für den Arzt und die Kassen sind wir Demenzerkrankte eine Herausforderung! Die Diagnose ist kaum mehr als eine klinische Erfassung. Ein Präparat soll beruhigen. Unverträglichkeiten und Präferenzen sind bei Kassenpatienten unwichtig. Ich habe meine Erfahrungen gemacht und es gibt einiges, was ich den Ärzten zurufen möchte. (weiterlesen…)

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Jungen Leuten mit Erfahrung helfen

Geschrieben von Konrad Bertels am 15. November 2010
Schlagworte: , , | 2 Kommentare

Berufserfahrung und Beziehungen einbringen –  das war meine Idee, als ich mich meldete, jungen Leuten bei ihrer Berufswahl oder der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen zu helfen. Als ehrenamtlicher Coach wollte ich meine ganze Erfahrung als ehemaliger Geschäftsführer eines mittelständischen Industrieunternehmens der Metallbaubranche einbringen. Doch das genügte bei weitem nicht. (weiterlesen…)

Bremens ehemaliger Bürgermeister Henning Scherf ist ein Mann mit Visionen. Doch er redet nicht nur darüber, er tut alles dafür, dass diese auch real werden. So wie vor 22 Jahren, als ihn seine Kinder zum postpubertären Romantiker erklärten, nachdem er ihnen mitteilte, dass er in eine Wohngemeinschaft ziehen werde. Heute hat diese Idee des Mehrgenerationenwohnens viele begeisterte Nachahmer. Zu Recht findet Henning Scherf, denn „das ist doch ein Segen, wenn man so integriert leben kann, wenn man noch was zu tun hat, wenn man noch gefragt ist, wenn man noch beteiligt ist“.

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Comeback im Auto mit 91

Geschrieben von Heribert Schlensok am 11. Oktober 2010
Schlagworte: , | 1 Kommentar

Nein, sein hellblaues „Geromobil“ mag Aloys Behrens (91) nicht. Das Geromobil ist ein leichter Elektroroller aus Fernost. „Spitze 6 km/h“, klagt Behrens. „Viel zu langsam.“ Als der Senior mit 85 Jahren seinen Führerschein abgab, geschah das auf sanften Druck seiner Kinder. Doch Behrens litt hörbar. „Immer wieder sprach er vom Autofahren“, erinnert sich seine Frau. „Es fehlte ihm sehr.“ Deshalb schenkten ihm Tochter und Schwiegersohn zum 90. Geburtstag zwei Stunden Autofahren. (weiterlesen…)

Vor einem halben Jahr bin ich mit meinem Freund und unserer 13-monatigen Tochter in ein Mehrgenerationenhaus in Wesseling gezogen. Das bringt uns viele Vorteile, die wir in einem „normalen“ Mehrfamilienhaus nicht hätten. Die Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt unter den Bewohnern sind besonders. Und auch sonst ist das Konzept echt durchdacht. (weiterlesen…)

Alte Dame mit Laptop (c) KNA - OppitzDas gefühlte Alter liegt heute meist zehn Jahre unter dem des tatsächlichen Lebensalters. Bin ich also 52 oder erst 42? Die Werbung suggeriert mir letzteres. Aber ab wann bin ich alt? Welches Bild habe ich von mir, haben andere von mir? Welche Zuschreibungen sind damit verbunden? In den letzten Jahren hatte ich Gelegenheit bestehende Altersbilder zu beschreiben, zu diskutieren und für realistische Altersbilder zu werben. Eine spannende Aufgabe, denn der Blick aufs Alter bestimmt nicht nur unser eigenes Leben. (weiterlesen…)