Hans-Georg Muntowski
Günter Schmidt
Dr. Rudolf Sauerbier
Monika Zimmermann
Schwester Theodora
Gerlinde Szilleweit
Prof. Dr. Eckart Hammer
Marie-Luise Landeck
Marc Boos
Oskar Jura

Alle Artikel aus der Kategorie ‘gestalten & handeln’



gestalten & handeln

Ich bin noch lange nicht am Ende!

Geschrieben von Hans-Georg Muntowski am 26. Juli 2010
Schlagworte: , | kommentieren

Mit zwölf wollte ich Fußballer werden, mit 14 habe ich eine Lehre zum Schriftsetzer begonnen, danach ging’s vier Jahre auf die Handelsschule. Während meiner Ausbildung zum Industriekaufmann erkrankte ich schwer. Seitdem habe ich in verschiedenen Werkstätten für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Vor acht Jahren wurde ich pensioniert. Endlich lange schlafen und den ganzen Tag spazieren gehen – so denken viele. Gott sei Dank kam alles anders. (weiterlesen…)

Im Altenheim geht es um das Leben des Bewohners oder der Bewohnerin. In den banalen Dingen des täglichen Lebens zeigt sich, ob sein individuelles Leben geachtet wird, ob Mitarbeiter sich von Gottes Zusage für den Menschen leiten lassen, ob Gott vorkommt. Entscheidend sind die Strukturen, die Organisation der Arbeitsabläufe, das Leitbild, die Vision und die Konzeption. In der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung heißt das: „Bewohner bleiben trotz ihrer Gebrechlichkeit, ihrer Verwirrtheit und Pflegebedürftigkeit Subjekt, Träger eines selbstbestimmten unabhängigen Lebens. Sie sind als Bewohner Herr ihres Lebens.“ (weiterlesen…)

Alter Mann blickt auf Computerbildschirm (c) Fotolia - flashgunEs begann mit 58! Genauer gesagt in dem Lebensjahr, in dem ich das Glück oder Unglück hatte, vorzeitig in den Ruhestand gehen zu dürfen. Ganz aus dem Arbeitsleben aussteigen wollte ich allerdings nicht. Mein Ziel: Kenntnisse und Wissen in meinem Spezialfach Qualitätsmanagement in der Informatik an Jüngere weitergeben. Bei diesem Thema ist der Kontakt zu jungen Menschen quasi garantiert, denn Computer und deren Anwendungen sind nun mal nicht die Domäne der Generation 60plus. Bald konnte ich meine Ziele realisieren. (weiterlesen…)

Lachend das Alter genießenBeim Nachdenken über das Alter – ich schwamm höchst vergnügt und zufrieden in meinem See und fühlte mich mit meinen 66 Jahren unglaublich jung – fiel mir auf, dass seit geraumer Zeit die Anti-Aging-Produkte und -Bücher nur so aus dem Boden sprießen. Anti heißt normalerweise, man ist gegen etwas wie bei Anti-Faschismus, Anti-Atomkraft, Anti-Körper, Anti-Haft-Beschichtung. Und dann: ANTI-AGING! Schon das Wort! Man ist also gegen das unvermeidliche Altern. Man stellt sich gegen die Wirklichkeit. Und das mit allen Mitteln. Altwerden gibt es nicht. Jung und dynamisch ist die Devise! Ja ist denn Alter verwerflich? Ist es gar eine Krankheit? (weiterlesen…)

Als ich vor Jahren ins Seniorenhaus St. Maria einzog, war die Institution Heim- oder Bewohnerbeirat noch in den Anfängen. Meine damalige Tischpartnerin war Mitglied des Heimbeirats. Sie pflegte sich sehr ungehalten über das Essen zu äußern. Ich fragte sie, warum sie ihrem Unmut nicht in einer Sitzung des Heimbeirats Luft machen und so einen Schlussstrich unter ihren Verdruss ziehen wolle. Die Dame blickte erstaunt auf, als empfände sie mein Ansinnen als Zumutung. Sie schwieg im Beirat und alles blieb beim Alten. (weiterlesen…)

szilleweitDas Altern ist eine Herausforderung für jeden Menschen. Zum Glück kommt es langsam und in kleinen Dosen, sozusagen zum „Angewöhnen“. Aber wehe, man erkennt die Zeichen nicht, stellt auf stur und sagt: „Ich doch nicht!“ Als mir richtig klar war, dass ich Rentnerin bin, habe ich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Die kleinen und großen körperlichen Ausfälle habe ich ignoriert und mich wie eine Besessene mit Aufgaben und Beschäftigungen zugedröhnt. Zwecklos! Nein, umgekehrt ist es besser: Die Situation erkennen und das Beste für sich daraus machen. Davon will ich erzählen: (weiterlesen…)

Augen eines älteren Mannes (c) Andrejs Pidjass - Fotolia„Gibt es ein Leben jenseits der Arbeit?“, fragte mich ein Freund, dessen Ruhestand unerbittlich näher rückte. In seinen besten Jahren, bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit, voller Erfahrungswissen und Kompetenz, sah er sich aus der aktiven Männergesellschaft entlassen. Was soll jetzt noch kommen? (weiterlesen…)

Kinder lachen mit einer alten Dame (c) fotoliaIch hatte das große Glück, mit 60 in den Ruhestand gehen zu dürfen. Seitdem sind elf Jahre vergangen, in denen ich alles andere als ruhig war. Mir macht es Freude, für andere etwas tun zu können und für sie da zu sein, deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich. In meinem privaten und beruflichen Leben habe ich viel Gutes und Schönes erfahren. Heute – so hoffe ich – kann ich einiges zurückgeben. Beim ehrenamtlichen Dienst ist es wie in vielen Dingen des Lebens: Der, der es tut, ist der Beschenkte. (weiterlesen…)

gestalten & handeln

Sex, Drugs and Rock’n’Roll im Altenheim

Geschrieben von Marc Boos am 3. Februar 2010
Schlagworte: , , | 1 Kommentar

Szene aus dem ARD-Film "Die Sspätzünder" (c) ARDRocco und die Herzschrittmacher rocken die Bühne. Das Publikum jubelt einer Band zu, deren Mitglieder jenseits der 80 sind. Mit Leidenschaft und einer großen Portion Selbstvertrauen performen sie auf unnachahmliche Weise einen Song, der gleichzeitig ihre Motto ist: Live is life. Hier und jetzt leben, jeden Tag aufs Neue die sich bietenden Chancen nutzen – auch und gerade im hohen Alter. Klingt kitschig, trivial und schmalzig? Ist es, und dennoch – oder gerade deshalb – ist der Film „Die Spätzünder“ so grandios. (weiterlesen…)

gestalten & handeln

Mit 85 Jahren noch einmal Model sein

Geschrieben von Oskar Jura am 12. Januar 2010
Schlagworte: , , | 2 Kommentare

Fotomodel für die Caritas-Kampagne: Oskar Jura

Ich bin schon ein bisschen stolz, dass ich mit 85 noch einmal für Fotografen vor die Kamera gehen durfte. Als ich jung war und bei Gillette gearbeitet habe, war ich schon einmal Model für eine bundesweite Kampagne. Jetzt hängt mein Gesicht bald wieder an vielen Orten in ganz Deutschland. Der Tag, an dem die Fotos gemacht wurden, war für mich sehr aufregend. (weiterlesen…)