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Alle Artikel aus der Kategorie ‘pflegen & begleiten’



pflegen & begleiten

Gegen das Imageproblem der Altenpflege

Geschrieben von Björn Krause am 12. Juli 2010
Schlagworte: , | 1 Kommentar

Altenpfleger und alte Dame (c) KNA / OppitzWarum gerade Altenpflege? Das haben mich Freunde und Bekannte schon häufiger gefragt. Wenn ich mich mit ihnen über meinem Berufsalltag unterhalte, habe ich oft das Gefühl, mich für meine Entscheidung rechtfertigen zu müssen. Fragen, die nur gestellt werden, um Bestätigung für das eigene negative Bild der Altenpflege zu bekommen, weiß ich mittlerweile gekonnt zu umschiffen. Viele würden ihr Bild der Pflege revidieren, wenn sie sich ernsthaft interessieren und ein eigenes Bild machen würden. (weiterlesen…)

Alter Mann mit leerem Blick (c) DCV / KNAAls Altenpflegerin bin ich eine von den Festlandbewohnerinnen, die einen feinen alten Herrn auf der Insel seiner Demenz besuchen. Dieser Herr, sage ich immer stolz über meine Erkenntnis und meinen Fortschritt, bringt mir Geduld bei. Wie ein Zen-Meister. Nicht indem er Übungen mit mir macht, sondern indem er einfach so ist, wie er ist. Wenn ich zu ihm komme, geschieht das nicht absichtslos, ich habe was mit ihm vor: ich will ihn pflegen. Er liegt im Bett, er schaut. Ernst, denke ich, aber nicht grimmig. Ich weiß nicht, ob er aufs Festland rüberguckt oder übers Meer. Ich weiß nicht, ob er inselinterne Überlegungen anstellt. (weiterlesen…)

„Bis dass ihr sterbt“, waren meine Worte, als ich in einem sonntäglichen Telefonat mit meiner Mutter über ihr Befinden sprach, sie sich kläglicher anhörte als gewohnt und ich mich sagen hörte: „Macht euch mal keine Sorgen, ich komme und versorge euch.“ Was für ein Satz für jemand, der damals am anderen Ende der Welt lebte. Der Liebe wegen war ich in die USA ausgewandert. Am 5. September 1998 fand ich mich mit Sack und Pack im Eingangsflur meines Elternhauses in Werther in Westfalen wieder. Für die nächsten sechs Jahre sollte mein Leben eine ganz besondere Nuance erhalten. (weiterlesen…)

Gertrud Mäder mit ihrer Mutter auf dem SofaWeihnachten 2007 war es so weit: Meine Mutter konnte nicht mehr alleine leben. Lange Jahre hatten wir es als Familie mit Haushaltshilfe und Pflegedienst geschafft, dass sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben konnte. Doch nun war das nicht mehr möglich. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten war klar: Es geht nicht mehr ohne regelmäßige Hilfe. Nun kam die große Herausforderung für die Familie. Wie schaffen wir die Pflege zuhause? (weiterlesen…)

Ärztin hält die Hand einer alten Frau © Sandor Kacso fotoliaWenn wir Ärzte alte Menschen besser behandeln wollen, müssen wir lernen diese zu verstehen. Ihre Lebensgeschichte und die individuelle Lebenssituation spielen dabei eine entscheidende Rolle. Oft ist das subjektive Empfinden des Patienten wichtiger als der „objektive“ Befund des Arztes. Deshalb sollte die Ausbildung der Ärzte im Bereich der Alterskrankheiten verbessert werden. Allein das Wissen über körperliche Erkrankungen reicht nicht aus. Der Arzt muss das Wechselspiel zwischen Leib und Seele begreifen. (weiterlesen…)

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Mehr Anerkennung für pflegende Angehörige

Geschrieben von Maria Wiegand am 19. April 2010
Schlagworte: , | 1 Kommentar

Zwei Frauen blicken sich an (c) KNAIn unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen, die unermüdlich und fast unbemerkt ihren Dienst verrichten. Sie pflegen ihre Angehörigen – zum Teil über Jahre hinweg. Die Pflegebedürftigen selbst haben mittlerweile wenige, dafür aber laute Fürsprecher – was gut und richtig ist. Doch was ist mit den pflegenden Angehörigen? Wir dürfen überall helfen, aber wenn wir uns zu Wort melden, werden wir ungern gehört, wenn nicht gar als störend empfunden. Das muss sich ändern. (weiterlesen…)

Fachlich gute Pflege und menschliche Nähe – diese Kombination ist in Gefahr. Die Einsparpotenziale in der Altenhilfe sind ausgereizt. Man kann einer Frau mit Schluckbeschwerden das Mittagessen nicht in fünf Minuten reichen oder einen Mann mit beginnender Demenz in dem Tempo waschen wie vor der Erkrankung. Um wirtschaftlich zu bleiben, schrauben viele Träger die  Löhne ihrer Mitarbeiter nach unten. Die jetzt beschlossenen Mindestlöhne im Pflegebereich setzen dem eine Grenze, doch das Problem ist damit nicht behoben. (weiterlesen…)

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Arbeiten am Limit

Geschrieben von Ortrud Cordes am
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besprechungEs ist Freitag. Eine anstrengende Woche mit Dienstbesprechungen, Außenterminen und Alltagsturbulenzen geht hoffentlich ruhig zu Ende. Am Wochenende habe ich Leitungsrufbereitschaft. Mal schauen, was da passiert. Zuvor bin ich heute Abend aber noch zum Geburtstag meiner besten Freundin eingeladen. Ihr Geschenk liegt schon fertig verpackt bereit. Beruhigend. Also starte ich kurz nach sieben mit der Arbeit. Will am Vormittag den Papierkram der vergangenen Woche bearbeiten, um dann… Bereits das erste Telefonat kurz nach halb acht wirbelt alle Pläne durcheinander. (weiterlesen…)

Alte Frau auf einem Bett (c) fotos4people - FotoliaSeit Ende 2009 werden auch in Bayern die Bewertungen der Pflegequalität des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in der stationären Altenhilfe veröffentlicht. Eine Notenskala von eins bis fünf soll deutlich machen, in welchen Bereichen sehr gute bis mangelhafte Leistungen erbracht werden. Wir erleben allerdings, dass die Ergebnisse der Transparenzberichte nicht immer die tatsächliche Lebens- und Pflegequalität abbilden, die den Bewohnern in den Caritaseinrichtungen zuteil wird. (weiterlesen…)

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Menschliche Altenpflege

Geschrieben von Andrea Buckers am 9. März 2010
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Altenpflegerin (c) Yuri Arcurs - Fotolia

Warum ich Altenpflegerin werde? Sicher nicht wegen der Bezahlung, denn damit lassen sich keine Reichtümer anhäufen. Der Beruf ist auch nicht leicht, denn ohne medizinisches und pflegerisches Wissen geht bei uns nichts – auch der Zeitdruck ist enorm. Es sind die alten Menschen, die mich begeistern und motivieren. (weiterlesen…)