Hanno Heil
Ortrud Cordes
Prälat Hans Lindenberger
Andrea Buckers
Anke Schäflein
Ursula Biermann
Bernhard Kraus
Prälat Dr. Peter Neher

Alle Artikel aus der Kategorie ‘pflegen & begleiten’



Fachlich gute Pflege und menschliche Nähe – diese Kombination ist in Gefahr. Die Einsparpotenziale in der Altenhilfe sind ausgereizt. Man kann einer Frau mit Schluckbeschwerden das Mittagessen nicht in fünf Minuten reichen oder einen Mann mit beginnender Demenz in dem Tempo waschen wie vor der Erkrankung. Um wirtschaftlich zu bleiben, schrauben viele Träger die  Löhne ihrer Mitarbeiter nach unten. Die jetzt beschlossenen Mindestlöhne im Pflegebereich setzen dem eine Grenze, doch das Problem ist damit nicht behoben. (weiterlesen…)

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Arbeiten am Limit

Geschrieben von Ortrud Cordes am
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besprechungEs ist Freitag. Eine anstrengende Woche mit Dienstbesprechungen, Außenterminen und Alltagsturbulenzen geht hoffentlich ruhig zu Ende. Am Wochenende habe ich Leitungsrufbereitschaft. Mal schauen, was da passiert. Zuvor bin ich heute Abend aber noch zum Geburtstag meiner besten Freundin eingeladen. Ihr Geschenk liegt schon fertig verpackt bereit. Beruhigend. Also starte ich kurz nach sieben mit der Arbeit. Will am Vormittag den Papierkram der vergangenen Woche bearbeiten, um dann… Bereits das erste Telefonat kurz nach halb acht wirbelt alle Pläne durcheinander. (weiterlesen…)

Alte Frau auf einem Bett (c) fotos4people - FotoliaSeit Ende 2009 werden auch in Bayern die Bewertungen der Pflegequalität des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in der stationären Altenhilfe veröffentlicht. Eine Notenskala von eins bis fünf soll deutlich machen, in welchen Bereichen sehr gute bis mangelhafte Leistungen erbracht werden. Wir erleben allerdings, dass die Ergebnisse der Transparenzberichte nicht immer die tatsächliche Lebens- und Pflegequalität abbilden, die den Bewohnern in den Caritaseinrichtungen zuteil wird. (weiterlesen…)

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Menschliche Altenpflege

Geschrieben von Andrea Buckers am 9. März 2010
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Altenpflegerin (c) Yuri Arcurs - Fotolia

Warum ich Altenpflegerin werde? Sicher nicht wegen der Bezahlung, denn damit lassen sich keine Reichtümer anhäufen. Der Beruf ist auch nicht leicht, denn ohne medizinisches und pflegerisches Wissen geht bei uns nichts – auch der Zeitdruck ist enorm. Es sind die alten Menschen, die mich begeistern und motivieren. (weiterlesen…)

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Leben wie in der Großfamilie

Geschrieben von Anke Schäflein am 9. Februar 2010
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Zwiebeln und Kartoffeln schälenWenn es darum geht, wie alte Menschen ihre letzten Lebensjahre verbringen, heißt es immer häufiger: Heim war gestern – Hausgemeinschaften sind heute. Jetzt geht’s also nur noch in eine Richtung. Alles andere ist abzuschreiben, aufzugeben, einzustampfen. Diese Fixierung auf ein Angebot halte ich für falsch, obwohl auch wir eine Hausgemeinschaft für 39 Männer und Frauen haben und damit sehr gute Erfahrungen machen. (weiterlesen…)

Alte Frau blickt zum Pfleger (c) © Alexander Raths fotoliaIn Deutschland hat sich – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – eine Drei-Klassen-Medizin etabliert: Privatpatienten, Kassenpatienten, ältere Patienten. Sie erhalten nicht immer die Leistungen, die ihnen laut Gesetz zustehen. Sie sind einem Gesundheitssystem ausgeliefert, das sie mehr und mehr außen vor lässt. So entschied Ende April letzten Jahres eine Paderborner Amtsrichterin, dass Senioren kein Anrecht mehr hätten auf ein Gebiss, das den ganzen Tag hält. (weiterlesen…)

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Ein zahnloses Lächeln wird zum Segen

Geschrieben von Bernhard Kraus am 18. Januar 2010
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Alter Mann im Bett - (c) Andrew Gentry - Fotolia

Mich beschäftigt die Erfahrung einer Mitarbeiterin der Demenz-Wohngruppe: „Wenn ich total im Stress bin und nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht, setze ich mich zu Herrn R., berühre vorsichtig seine Hand und warte, bis er mich mit großen Augen anschaut und sein zahnloser Mund zu lächeln beginnt. Ich lächle zurück, es wird in mir ruhiger und ich schöpfe neue Kraft.“ (weiterlesen…)

Alte und junge Hände (c) KNA/DCVDie soziale und finanzielle Absicherung von Angehörigen, die unterstützungs- und pflegebedürftige sowie sterbende Menschen betreuen, ist ein Gebot der Gerechtigkeit und der Solidarität. Dies sollte analog zu den Leistungen geregelt werden, die für Pflege- und Erziehungszeiten bei Kindern gelten. Die Möglichkeiten, die das Pflegeweiterentwicklungsgesetz bietet – zehn Tage oder maximal sechs Monate Freistellung – sind gut. Ohne entsprechende Finanzhilfen ist dies aber nur von bestimmten Einkommensgruppen leistbar. (weiterlesen…)