Unter dem Begriff des demografischen Wandels wird meist in der Öffentlichkeit eine einseitige Debatte über die sozialen Sicherungssysteme geführt. Dies fördert bei jungen und alten Menschen gleichermaßen Ängste. Alt zu sein bedeutet aber nicht automatisch, unterstützungs- und pflegebedürftig zu sein. Mit unserer Kampagne wollen wir dazu beitragen, dass sich der Blick auf Frauen und Männer im Alter weitet. Der so genannte dritte oder vierte Lebensabschnitt soll als das wahrgenommen werden, was er ist: Teil des Lebens mit einer Fülle an Möglichkeiten und Grenzen.
Die Caritas-Kampagne will deshalb die Stärken der älteren Generation in den Vordergrund stellen. Sie sind Experten für vielfältige Lebenssituationen, einschließlich kritischer Lebensereignisse, die sie gemeistert haben. Ihr Erfahrungsreichtum ist ein Schatz für die Gemeinschaft. Das Leben im Alter lediglich als demografisches Problem einer Gesellschaft wahrzunehmen, wird alten Menschen nicht gerecht. Und es trägt nicht dazu bei, ein harmonisches Miteinander der Generationen zu fördern.
Ältere Menschen sind ein Gewinn für die Gesellschaft
Im Gegensatz zu defizitorientierten Altersbildern sollte unser Augenmerk viel stärker auf den Potenzialen liegen, die ältere Menschen bieten können. Die steigende Lebenserwartung, die Wissensvielfalt und der Erfahrungsreichtum älterer Menschen stellen einen Gewinn für die Gesellschaft dar. So ist zum Beispiel ihre Bereitschaft, sich bürgerschaftlich und ehrenamtlich zur engagieren, mittlerweile ein unverzichtbarer Faktor für das Zusammenleben der Generationen.
Prälat Dr. Peter Neher
ist katholischer Priester und seit dem Jahr 2003 Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Dieser Blogeintrag war Teil seines Statements beim Start der Kampagne Experten fürs Leben.
Alte Menschen sind für mich Experten fürs Leben und ihr Erfahrungsreichtum ist ein Schatz für die Gemeinschaft.














ich habe in der badischen Zeitung den artikel gelesen; ältere menschen zur mitarbeit im kindergarten; an so einem projekt wäre ich auch interessiert (bin sehr kinderlieb) – mein alter -> 61 (noch berufstätig in leitender funktion)
können sie mir hierzu nähere info zukommen lassen ?
danke + gruss
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Hallo, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen, empfehlen wir Ihnen den direkten Kontakt zum lokalen Caritasverband. Die Adressen finden Sie hier: http://www.caritas.de/4312.asp
Gerne können Sie sich auch online informieren, ob derzeit Stellen in Ihrem Interessensgebiet angeboten werden: http://www.caritas-ehrenamt.de/53693.asp
Ich habe eben Euren sehr beeindruckenden Werbespot im Fernsehen gesehen, tolle Arbeit, wichtiges Thema! Das unsere Regierungen unsere Gesellschaft ausschließlich über Ängste zu steuern versuchen ist traurig genug und auch Grund genug, darauf nicht hereinzufallen. Lasst Euch nicht isolieren, schließt Euch mit anderen Alten zusammen, gründet Altenwohngemeinschaften und lasst Euch nicht in Pflegeheimen zu Tode pflegen. Ich bin erst 40 aber aufs Schlimmste vorbereitet, eine Rente wird es für mich sicher nicht mehr geben, lasst Euch nicht einschüchtern, uns allen würde der Einfluss von etwas mehr Altersweisheit gut tun, dann würde es weder Bankenzockerei, Krankenkassenskandale, Wachstumsbeschleunigungsgesetze noch Bürgerüberwachung, ein Gesellschaftsklima des Mißtrauens und der Angst geben. Lasst uns alle in Würd altern – wir sind alle wichtig genug dafür.