„Expertin für Sonntagsbraten sucht Zuhörer.“ Mit diesem Spruch warb die Caritas im Jahr 2010 bundesweit für spannende Begegnungen von jungen und alten Menschen. Die Caritas Regensburg nahm den Aufruf wörtlich und hörte den Bewohnern ihrer Alten- und Pflegeheime zu. So hoben die Verantwortlichen kulinarische Schätze und veröffentlichen nun ein Kochbuch mit alten, zum Teil über Generationen hinweg überlieferten Kochrezepten. (weiterlesen…)
Mit ‘Respekt’ getaggte Artikel
Experten für Sonntagsbraten
Geschrieben von Marc Boos am 24. Februar 2011
Schlagworte: Altenheim, Erfahrung, Experten fürs Leben, Großeltern, Respekt | kommentieren
Mensch sein wie einst
Geschrieben von Siegfried Walden am 30. August 2010
Schlagworte: Respekt, Weisheit, Werte | 1 Kommentar
Mein Leben ist wie einst nicht mehr,
es drückt die Zeit mich hier und dort,
doch unterschätzt mich nicht zu sehr,
ich lebe, kämpfe, bin vor Ort.
In der Demenz leben Menschen wie auf einer Insel
Geschrieben von Kathrin Pläcking am 5. Juli 2010
Schlagworte: Demenz, Pflege, Respekt, Zen | 3 Kommentare
Als Altenpflegerin bin ich eine von den Festlandbewohnerinnen, die einen feinen alten Herrn auf der Insel seiner Demenz besuchen. Dieser Herr, sage ich immer stolz über meine Erkenntnis und meinen Fortschritt, bringt mir Geduld bei. Wie ein Zen-Meister. Nicht indem er Übungen mit mir macht, sondern indem er einfach so ist, wie er ist. Wenn ich zu ihm komme, geschieht das nicht absichtslos, ich habe was mit ihm vor: ich will ihn pflegen. Er liegt im Bett, er schaut. Ernst, denke ich, aber nicht grimmig. Ich weiß nicht, ob er aufs Festland rüberguckt oder übers Meer. Ich weiß nicht, ob er inselinterne Überlegungen anstellt. (weiterlesen…)
Neue Seiten an den alten Eltern
Geschrieben von Dorothea Jöllenbeck am 21. Juni 2010
Schlagworte: Pflege, Respekt, Überraschung | 2 Kommentare
„Bis dass ihr sterbt“, waren meine Worte, als ich in einem sonntäglichen Telefonat mit meiner Mutter über ihr Befinden sprach, sie sich kläglicher anhörte als gewohnt und ich mich sagen hörte: „Macht euch mal keine Sorgen, ich komme und versorge euch.“ Was für ein Satz für jemand, der damals am anderen Ende der Welt lebte. Der Liebe wegen war ich in die USA ausgewandert. Am 5. September 1998 fand ich mich mit Sack und Pack im Eingangsflur meines Elternhauses in Werther in Westfalen wieder. Für die nächsten sechs Jahre sollte mein Leben eine ganz besondere Nuance erhalten. (weiterlesen…)
Der traurige Abschied vom Ich
Geschrieben von Günter Schmidt am 6. Juni 2010
Schlagworte: Altenheim, Demenz, Respekt | 1 Kommentar
Der Einzug in ein Altenheim ist ein einschneidendes Ereignis, das mit existenziellen Erfahrungen verbunden ist. In ihrer Gebrechlichkeit und Hilfebedürftigkeit stoßen die Bewohner an Grenzen. Manche sind so getroffen, dass sie nur schwer an ihre von Gott geschenkte Würde glauben können. Andere kommen mit der Erfahrung, dass sich ihr Leben, ihre Geschichte, ihre Biografie auflöst und im Nebel der Erinnerungsunfähigkeit verschwindet. „Ich vergesse so viel, ich weiß manchmal nicht mehr, wo ich bin. Das ist so schlimm, dass ich nur heulen könnte. Dann weiß ich nicht wohin, was soll ich tun, können Sie mir helfen?“ (weiterlesen…)
Ein zahnloses Lächeln wird zum Segen
Geschrieben von Bernhard Kraus am 18. Januar 2010
Schlagworte: Demenz, Pflege, Respekt | 3 Kommentare
Mich beschäftigt die Erfahrung einer Mitarbeiterin der Demenz-Wohngruppe: „Wenn ich total im Stress bin und nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht, setze ich mich zu Herrn R., berühre vorsichtig seine Hand und warte, bis er mich mit großen Augen anschaut und sein zahnloser Mund zu lächeln beginnt. Ich lächle zurück, es wird in mir ruhiger und ich schöpfe neue Kraft.“ (weiterlesen…)
Meine perfekten Großeltern
Geschrieben von Pauline Fleischmann am 8. Januar 2010
Schlagworte: Enkel, Großeltern, Lebenslanges Lernen, Respekt | 4 Kommentare
Als kleines Mädchen waren meine Großeltern für mich die Größten. Sie konnten alles, wussten alles, hatten immer Zeit für mich. Sie schienen nur dafür da zu sein mir spannende Geschichten zu erzählen, mir selbst gebackenen Kuchen zu verfüttern und mit mir zu basteln. Je älter ich wurde, desto realistischer wurde mein Weltbild. Die Welt – und damit auch meine Großeltern – wurde entzaubert. Heute, mit 20 Jahren, sehe ich sie mit anderen Augen. (weiterlesen…)







